Daniel's Blog

Offener GoogleSharing-Proxy

Über GoogleSharing hab ich hier ja schon etwas geschrieben.

Leider neigt der offizielle (voreingestellte) Proxy dazu auszufallen. Daher hab ich mich dazu entschieden, einen eigenen Proxy aufzusetzen. Die Installation ist ziemlich einfach, wenn man sich an diese Anleitung hält.

Da es nicht viel Sinn macht, einen Proxy alleine zu benutzen, kann gerne jeder meinen Proxy mitbenutzen.
Die Zugangsdaten:

Host: schaeufele.org
HTTP Port:1080
SSL Port: 1443

Piwik & HAML

Ich hab mich dazu entschieden, auf meinem Server auch Web Analytics-Software zu installieren. Da ich aber eine leichte Abneigung gegenüber Google hab, benutze ich das quelloffene Piwik. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Daten auf dem lokalen Server gespeichert werden und man so nicht fremden Anbietern vertrauen muss.

Installation

Zuerst muss Piwik runtergeladen und entpackt werden:

cd /var/www
wget http://piwik.org/latest.zip
unzip latest.zip
rm latest.zip
chmod 777 /var/www/piwik/tmp

Anschließend sollte man dann einen neuen Mysql-Benutzer und eine neue Datenbank anlegen. Mit phpMyAdmin geht das recht einfach.

Nun kann man den Installationsassistenten starten in dem man im Browser die Webseite http://example.com/piwik/ aufruft. Die einzelnen Schritte sollten eigentlich selbsterklärend sein.

HAML

Wenn man seine Webseite mit HAML geschrieben hat, ist das Code-Snippet zum Einfügen nicht sehr hilfreich. Deshalb hab ich eine auf HAML angepasste Version geschrieben. Folgender Quelltext muss an das Ende der Datei app/views/layouts/application.html.haml gehängt werden:

 1     / Piwik
 2     %script{:type => "text/javascript", :src => "#{request.protocol}schaeufele.org/piwik/piwik.js"}
 3     :javascript
 4       try {
 5         var piwikTracker = Piwik.getTracker("#{request.protocol}schaeufele.org/piwik/piwik.php", 1);
 6         piwikTracker.trackPageView();
 7         piwikTracker.enableLinkTracking();
 8       } catch( err ) {}
 9     / End Piwik Tag

Der Name der Seite muss natürlich noch angepasst werden.

Auf den <noscript>-Tag hab ich verzichtet, um Besuchern zu ermöglichen die Überwachung mit NoScript zu umgehen.

Brauchbare Google-Anonymisierung

Bisher hatten alle Google-Alternativen aus meiner Sicht entweder das Problem, dass sie schlecht zu bedienen sind oder schlechte Suchergebnisse liefern. Nun gibt es eine sehr brauchbare Lösung von Moxie Marlinspike

Das Prinzip hinter GoogleSharing ist, dass die Suchanfragen vieler User über einen Proxy geleitet werden und sich dort “vermischen”.

Installation

Einfach das Firefox-Addon installieren.
Außerdem muss beachtet werden, dass nur noch google.com verwendet werden darf und keine länderspezifischen Domains. Die Sprache lässt sich aber in den Einstellungen ändern.

Wenn alles funktioniert hat, sollte der Text in der Statusleiste beim Aufrufen einer Seite kurz hellgrün blinken…

Quellen

Tor auf dem Server

Zuerst mal zur Problematik: Tor ist eine einfache und effektive Möglichkeit, anonym im Internet zu surfen. Es gibt aber 2 Probleme: die Geschwindigkeit lässt sehr zu wünschen übrig und wenn man an einem fremden Rechner sitzt, kann man Tor nicht installieren.
Die Lösung ist, dass man Tor auf einem Server installiert und dann mit Hilfe eines SSH-Tunnels auf Tor zugreift.
Da ein Server üblicherweise über eine Verbindung mit geringer Latenz angebunden ist, beträgt die Verzögerung beim Seitenaufbau in der Regel weniger als eine Sekunde.

Wenn man Tor auf dem Server installiert hat, kann man auch die Gelegenheit nutzen um das Tor-Projekt zu unterstützen. Da die Installation als normaler Relay-Node eine recht hohe Bandbreite und Rechenleistung voraussetzt empfehle ich die Installation im Bridge-Modus. Die Bridges sind nicht in der Liste der Tor-Knoten enthalten, die man vom Server abrufen kann, deshalb ist es nicht möglich alle Bridges zu zensieren. Damit hilft man also vor allem Benutzern aus Ländern mit Internet-Zensur. Der Bandbreitenverbrauch liegt dabei typischerweise unter 100MB am Tag und der Server leitet auch keine Verbindungen weiter, die das Tor-Netzwerk verlassen, so sind rechtliche Probleme ausgeschlossen…

Die folgende Anleitung bezieht sich auf Debian (und Derivate)…

Auf dem Server:

Zuerst müssen tor und privoxy auf dem Server installiert werden:

apt-get install tor privoxy

Dann muss die Datei /etc/tor/torrc für den normalen Betrieb um folgende Zeilen ergänzt werden:

SocksPort 9050
SocksListenAddress 127.0.0.1

Soll tor zusätzlich noch im Bridge-Modus laufen müssen folgende Zeilen auch noch ergänzt werden:

ORPort 8080
BridgeRelay 1
Exitpolicy reject *:*

In der Datei /etc/privoxy/config muss folgendes hinten angefügt werden (den Punkt am Ende nicht vergessen):

forward-socks4a / 127.0.0.1:9050 .

Danach muss beides neu gestartet werden:

/etc/init.d/tor restart
/etc/init.d/privoxy restart

Auf dem Client:

Für eine einmalige Verbindung reicht folgender Befehl aus:

ssh -L 6677:localhost:8118 max.mustermann@example.com

Wenn man Tor häufiger benutzen möchte, lohnt es sich einen SSH-Alias anzulegen. Dazu muss in der Datei ~/.ssh/config folgendes eingetragen werden:

Host tor
  HostName example.com
  User max.mustermann
  LocalForward localhost:6677 localhost:8118

Nun kann das Port-Forwarding mit ssh tor gestartet werden (das muss bei jedem Start erfolgen)

Windows-Nutzer müssen entsprechend Putty benutzen um den SSH-Tunnel herzustellen. Bei Gelegenheit werd ich nochmal eine Anleitung für Putty schreiben.

Dann kann man im Browser als HTTP-Proxy localhost:6677 einstellen.

Von nun an sollte man mit tor im Internet surfen. Um zu Überprüfen ob man wirklich Tor benutzt, kann man auf die Seite https://check.torproject.org/ gehen…

Quellen: